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Zusammenhang von elektrophysiologischen Eigenschaften eines noch nicht charaktierisierten Kaliumkanals vom Wurm C.elegans (EXP-2) mit der Erregungs- und Bewegungsphysiologie des Tieres

Antragsteller Dr. Richard Fleischhauer
Fachliche Zuordnung Zoologie
Förderung Förderung von 1999 bis 2001
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5203696
 
Das Ziel meiner Arbeit liegt in der Charaktierisierung eines vermuteten Kaliumkanalgens beim Wurm C.elegans, dessen Ausschaltung zu einer stark verlangsamten Repolarisation nach Erregung in den Muskelzellen des Pharynxs führt. Das als exp-2 bezeichnete Gen ist in seiner Funktion noch nicht beschrieben worden. Entdeckt wurde es durch Einbau einer Mutation nach dem Zufallsprinzip, die umgekehrt zu der knock-out-Variante zu einer Beschleunigung der Repolarisation führte. Der EXP-2-Kanal ist insofern besonders interessant, als er einerseits strukturell eine starke Homologie zu der Kv-Kaliumkanalfamilie aufweist und gleichzeitig funktionell mit einem als HERG bezeichneten Kalium-Gleichrichter-Kanal verwandt zu sein scheint. Diese Kombination könnte auf eine neue Familie von Kaliumkanälen schließen lassen. Mit Hilfe von elektrophysiologischer Charakterisierung will ich einerseits den Kaliumkanalkandidaten in seiner Biophysik definieren und zum anderen die physiologische Rolle beschreiben, die das Genprodukt des exp-2-Gens bei der Pharynxkontraktion spielt. Unter Anwendung von molekularbiologischen und physiologischen Techniken beabsichtige ich, das Genprodukt des EXP-2-Kanals selbst zu beeinflussen und den Einfluß auf das in-vivo-System mittels intrazellulärer Ableitung und Beobachtung unterm Mikroskop zu untersuchen.
DFG-Verfahren Forschungsstipendien
Internationaler Bezug USA
Kooperationspartner Professor Dr. Rolf Joho
 
 

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