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Strahlungskorrekturen in minimalen supersymmetrischen Standardmodellen
Antragsteller
Professor Dr. Wolfgang Hollik
Fachliche Zuordnung
Kern- und Elementarteilchenphysik, Quantenmechanik, Relativitätstheorie, Felder
Förderung
Förderung von 1996 bis 2003
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5463733
Gegenüber dem Zeitpunkt der Antragstellung wurden folgende Fortschritte erzielt: Ein Teil des Projektes befaßt sich mit der Berechnung von höheren Ordnungen im Rahmen des Standardmodells und erweiterter Modelle, vorrangig des minimalen supersymmetrischen Standardmodells. Im Standardmodell wurde die Berechnung der Präzisionsmeßgrößen (W und Z-Massen, Z-Observable) durch eine Teilklasse der elektroschwachen 2-Schleifenbeiträge verbessert. Im MSSM konnte die vollständige 1-Schleifenberechnung der Präzisionsobservablen fertiggestellt und in ein Fitprogramm für globale Analysen der elektroschwachen Präzisionsdaten eingebaut werden; diese Ergebnisse wurden anschließend durch die 2-Schleifenbeiträge der starken Wechselwirkung im MSSM ergänzt und verbessert. Auch für die Fermionpaarproduktion im Kontinuum oberhalb der Z-Resonanz wurde der Wirkungsquerschnitt auf dem Einschleifenniveau vollständig ausgearbeitet, der auch für die Top-Paarerzeugung gültig ist. Effekte höherer Ordnung in Zerfällen von Topquarks und von Squarks wurden ebenfalls analysiert. Als weitere Teilergebnisse sind die schwachen magnetischen und elektrischen Dipolmomente von schweren Fermionen im MSSM anzuführen. CP-verletzende schleifeninduzierte Effekte im MSSM (mit komplexen Kopplungen) wurden dabei auch für e+e- > tt berechnet. Ein wichtiger Themenkreis ist die Berechnung des Massenspektrums der Higgsbosonen im MSSM. Durch 2-Schleifenrechnungen wurde eine entscheidende Verbesserung der bisher erhältlichen Resultate erzielt.
DFG-Verfahren
Forschungsgruppen