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Zugrundeliegende Mechanismen der Androgen-Regulation der Tränen- und Meibomdrüsen und die molekularen Zusammenhänge zwischen Geschlecht, Sexualhormonen und Syndromen des trockenen Auges

Antragsteller Dr. Frank Schirra
Fachliche Zuordnung Augenheilkunde
Förderung Förderung von 1999 bis 2002
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5217448
 
Das Sjögren-Syndrom ist weltweit einer der wichtigsten Ursachen des trockenen Auges auf der Basis eines Mangels der wäßrigen Tränenfilmphase, die Dysfunktion der Meibomdrüsen ist weltweit die Hauptursache des trockenen Auges auf der Basis der vermehrten Tränenfilmabdunstung. Es gibt Hinweise, daß Androgene über bestimmte Gene zu einer enormen Verbesserung beider, für den Patienten äußerst bedrückenden, krankhaften und nur sehr schwer therapiebaren Zustände führen können. Die zugrundeliegenden, genauen Mechanismen sind derzeit unbekannt. Durch Feststellung der Mechanismen, die der Androgen-induzierten Unterdrückung der Tränendrüsenentzündung im Mausmodell des Sjögren-Syndroms zugrundeliegen, Identifizieren der Gene und Proteine, die in die Androgen-Kontrolle der Meibomdrüsen des Kaninchens involviert sind, Feststellung, ob Androgene auch die entsprechenden Drüsen des Menschen regulieren. Untersuchung, ob eine Korrelation zwischen generellem Androgenmangel und dem trockenen Auge bei Frauen mit Sjögren-Syndrom existiert und nicht zuletzt der Klärung, ob die menschliche Tränendrüse und die menschlichen Meibomdrüsen die enzymatische Maschinerie enthalten, die zur lokalen Synthese und Wirkung von Sexualhormonen benötigt wird, ergeben sich Chancen zur Entwicklung einzigartiger, sicherer, effektiver Therapien dieses das Sehen bedrohenden und chronischen Erkrankungen.
DFG-Verfahren Forschungsstipendien
 
 

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