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Wille, Würfel und Wahrscheinlichkeit. Das System der moralischen Notwendigkeit in der Jesuitenscholastik (1550-1700)

Antragsteller Dr. Sven Kristoff Knebel
Fachliche Zuordnung Geschichte der Philosophie
Förderung Förderung von 1999 bis 2000
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5219968
 
Ich analysiere die Prämissen der unbekannten Tatsache, daß in der spanischen Jesuitenscholastik diese beiden Sätze aufgestellt wurden: 1) Es ist moralisch notwendig, daß Gott die beste aller möglichen Welten gewählt hat. 2) Es ist moralisch unmöglich, daß im Würfelspiel tausendmal hintereinander die gleiche Augenzahl herauskommt. Im System der moralischen Notwendigkeit ist eine Koordinate wiederzugewinnen, die auch bekannte Tatsachen der frühneuzeitlichen Philosophie (Leibniz!) neu ordnet. Außer um einen Beitrag zur Philosophiegeschichte geht es speziell um einen Beitrag zur wissenschaftsgeschichtlichen Diskussion um den Ursprung der mathematischen Wahrscheinlichkeit. Das von Ian Hacking in The Emergence oder Probality (1975) darhgelegte Problem wird durch die Logik der von der Jesuitenscholastik betriebenen Moralisierung der Seinsmodalitäten beantwortet.
DFG-Verfahren Publikationsbeihilfen
 
 

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