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Entwicklung des Strafrechts in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und der DDR von 1945 bis 1958
Antragsteller
Dr. Volkmar Schöneburg
Fachliche Zuordnung
Strafrecht
Förderung
Förderung von 2000 bis 2002
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5242042
Mit dem Forschungsvorhaben wird eine kritische Bestandsaufnahme des DDR-Strafrechts der Nachkriegszeit versucht. Das Projekt verfolgt Entwicklungsverlauf und Reformbemühungen der Jahre 1945 bis 1958. Am Ende des historischen Abrisses soll das Stafrecht der DDR einer kritischen Würdigung unterzogen werden, da die Strafrechtsform 1958 ihren vorläufigen Abschluß gefunden hat. Innerhalb des historischen Teils der Arbeit soll anhand noch nicht erschlossener oder nur ungenügend beachteter Quellen eine systemimmanente Rekonstruktion des Strafrechts der SBZ und der frühen DDR erfolgen. Systematisch sollen die Hauptlinien der strafrechtswissenschaftlichen Diskussion, die Entstehung von Strafrechtsnormen sowie deren Auswirkungen auf den jeweiligen Adressaten analysiert werden. Zugleich ist es ein Anliegen des Forschungsvorhabens, Aufschluß über den Inhalt von bisher unbekannten Gesetzesentwürfen und strafpolitischen Alternativen in der DDR sowie über Gründe ihres Scheiterns zu geben. Ziel ist es, die widersprüchlichen Seiten in der Strafrechtsentwicklung der DDR zu erfassen. Es soll den Fragen nach der historischen Kontinuität und nationalen Identität des DDR-Strafrechts, nach der ideologisch und machtpolitisch motivierten Gleichschaltung an ein sozialistisches Strafrechtssystem und nach der gesellschaftspolitischen Instrumentalisierung in einem immer auch eigenständigen kriminalpolitischen Programm nachgegangen werden.
DFG-Verfahren
Forschungsstipendien
