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"Prometheus was not their ancestor". Berlin woman sculptors in the Weimar Republic

Applicant Anja Cherdron
Subject Area Art History
Term from 2000 to 2001
Project identifier Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Project number 5249836
 
Ein Großteil der Bildhauerinnen der Weimarer Republik arbeitete in der Kulturmetropole Berlin. Ab Mitte der zwanziger Jahre war etwa jede dritte Teilnehmende der 'Großen Berliner Kunstausstellung' eine Frau; eine Gruppe von rund dreißig Bildhauerinnen stellten regelmäßig dort aus. Die Präsenz bildhauerisch tätiger Frauen rief vielfältige Reaktionen von Seiten der Kunstkritik hervor; positive Resonanz erhielten die Bildhauerinnen vor allem von Kunstschriftstellerinnen. Dagegen fanden die Bildhauerinnen in der damaligen Kunstgeschichtsschreibung kaum Beachtung.Die vorliegende Arbeit beinhaltet eine umfangreiche Dokumentation der Präsenz dieser Bildhauerinnen im Kunstbetrieb der Weimarer Republik und eine Rezeptionsanalyse historischer Texte über Kreativität und bildhauerische Arbeit.Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Bildhauerinnen in der traditionell 'männlich' definierten Gattung Bildhauerei durchsetzen konnten. Auf verschiedenen Ebenen wird untersucht, welche Veränderungen den Zugang von Frauen zur Bildhauerei ermöglichten. Neben gesellschaftlichen Faktoren sind hierfür Veränderungen im Geschlechterverhältnis sowie gattungsspezifische Veränderungen relvant.Den Schwerpunkt bildet eine Analyse ausgewählter Texte zeitgenössischer Kunstschriftsteller- und schriftstellerinnen in ihrem jeweiligen historisch-sozialem Kontext. Dadurch kann aufgezeigt werden, welche Geschlechterkonstruktionen in die Definition von Bildhauerei und vom Bildhauer eingeschrieben sind und welche Umdeutungen diese erfahren.
DFG Programme Publication Grants
 
 

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