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Ausgrabungen im Macellum von Ostia

Fachliche Zuordnung Klassische, Provinzialrömische, Christliche und Islamische Archäologie
Förderung Förderung von 2000 bis 2002
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5262044
 
Mit dem vorliegenden Projekt soll eine Ausgrabung abgeschlossen und zur Publikation vorbereitet werden, die bereits drei Jahre (höchstmögliche Förderungsdauer) von der Universität Augsburg (ca. 3/4) und der Bayerischen Akademie der Wissenschaften unterstützt wurde.1939 wurde an einer wichtigen Kreuzung vor dem Tor des Siedlungskernes von Ostia ein Komplex in seiner kaiserzeitlichen Form freigelegt, den der Ausgräber als Macellum (Viktualienmarkt) der Stadt ansprach. Die Ausgrabungen sollten einerseits diese Identifizierung, an der bautypologischen Überlegungen Zweifel aufkommen ließen, überprüfen, andererseits exemplarisch an einer urbanistisch wichtigen Stelle Siedlungsabfolge und Aufhöhungen des Geländes untersuchen.So konnte - neu für Ostia - eine lückenlose Schichtenabfolge vom 3. Jh.v.Chr. bis zum 5. Jh.n.Chr. beobachtet werden. Wesentliche Teile der vorkaiserzeitlichen Bebauung sind mittlerweile rekonstruierbar, ebenso eine Verschiebung der Grundstücksgrenzen in diesem Zeitraum. Die Identifizierung des Baus wurde falsifiziert. Unter den Funden ist ein Komplex von Wandmalerei hervorzuheben, der erstmals Einblick in die frühkaiserzeitliche Wanddekoration in Ostia ermöglicht.Mit einer vierten und letzten Grabungskampagne sollen noch offenstehende Fragen zur Siedlungsgeschichte geklärt werden, die weit fortgeschrittene Dokumentation der kaiserzeitlichen Bebauung abgeschlossen. Für eine schnelle Publikation der Ergebnisse werden Mittel für die Bearbneitung der Funde benötigt.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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