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Parnassische Theoriebildung und romantische Tradition

Antragstellerin Anne Hofmann
Fachliche Zuordnung Europäische und Amerikanische Literatur- und Kulturwissenschaften
Förderung Förderung von 2000 bis 2001
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5272634
 
Anhand der zeitgenössischen Rezeption der Parnasse-Anthologie Le Parnasse contemporain sowie ausgewählter Werke der Poetologie, Literatur- und Kunstkritik wird in dieser Arbeit versucht, das zeitgenössische Selbstverständnis hinsichtlich der Eigenständigkeit des parnassischen Paradigmas zu rekonstruieren. Dabei erweist sich der Wandel des Konzepts der künstlerischen Nachahmung (Mimesis) als konstitutiv für die Transformation der Romantik durch den Parnasse, insofern als dem Anspruch auf lebensweltliche Plausibilisierbarkeit oder ein sich auf strukturelle Homologien von Dichtung und Wirklichkeit berufendes Wahrheitspostulat eine 'transmimetisch' angelegte Auffassung vom Konstruktcharakter aller Kunst und mithin auch der Dichtung entgegengesetzt wird. Das Verhältnis von Natur und Kunst erfährt demnach gegenüber dem Natürlichkeitspostulat der Romantik eine gänzlich andere Gewichtung zugunsten des Ästhetischen als eines Gemachten. In diesen Zusammenhang gestellt erweisen sich in der parnassischen Lyrik rekurrente Verfahren der Desauthentisierung des Dargestellten bzw. seiner dezidierten Ästhetisierung als ein an die theoretische Diskussion der Zeit rückkoppelbar und werden nunmehr in systematischem Kontext reinterpretierbar.
DFG-Verfahren Publikationsbeihilfen
 
 

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