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Das Schaffen Alexander Skrjabins im Kontext seiner Epoche
Antragstellerin
Dr. Marina Lobanova
Fachliche Zuordnung
Musikwissenschaften
Förderung
Förderung von 2000 bis 2003
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5275148
In meiner Forschung beabsichtige ich, möglichst vollständig die Poetik und die Philosophie Skrjabins zu erfassen und zu präsentieren. Das Schaffen des Komponisten wird im Zusammenhang mit verschiedenen Kunstrichtungen, vom Symbolismus und Jugendstil bis hin zum Futurismus, dargestellt. Da sich der Komponist nicht nur als Künstler, sondern auch als Messias verstand, werden auch die religiösen, mystischen, esoterischen, philosophischen, ethischen und ästhetischen Theorien und Konzepte analysiert, vom Marxismus Plechanovs bis hin zur Theosophie Elena Blavatskajas (Blavatsky) und der Lehre Sergej Trubeckojs, welche Skrjabins System beeinflußten. Insbesondere wird es untersucht, wie das gleiche Gedankengut von bestimmten Kreisen russischer Gesellschaft assimiliert wurde. Andererseits werden auch verschiedene kritische Reflexionen dargestellt, welche nicht weniger treffend den Zeitgeist und das Verständnis Skrjabins erklären. Das Schaffen Skrjabins wird als Gesamtkunstwerk betrachtet, in welchem das konkrete musikalische Material von einem, zwar variierten, jedoch konstanten Programm geprägt wurde. Ferner wird auch das Schicksal des Schaffens Skrjabins verfolgt.
DFG-Verfahren
Forschungsstipendien
