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Photosynthetische Stoffproduktion und Standortsbedingungen von Flechten - Auswertung von Freiland- und Laboratoriumsmessungen
Antragsteller
Professor Dr. Otto-Ludwig Lange (†)
Fachliche Zuordnung
Ökologie und Biodiversität der Pflanzen und Ökosysteme
Förderung
Förderung von 2000 bis 2007
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5276412
Flechten sind "Extremisten" unter den Pflanzen, die weit vorgeschobene Standorte pflanzlichen Lebens in den Kälte- und Trockengebieten besiedeln und auch noch im Schatten der Regenwälder existieren können. Weltweit sind sie Komponenten biogener Bodenkrusten, die unter ariden und semi-ariden Bedingungen von Erosion schützen. Es ist Ziel unserer Arbeiten, Vorkommen und Verhalten der Flechten als Reaktion auf die natürlichen Umweltparameter zu erfassen und ihre spezifischen Adaptationen auf physiologische Mechanismen und auf morphologische Strukturen zurückzuführen. Mit speziell entwickelten Meßmethoden haben wir den photosynthetischen und respiratorischen Kohlendioxid-Gaswechsel von Flechten unter natürlichen Freilandbedingungen an typischen Standorten (z.B. Nebelwüste in Namibia, Tundra in Alaska, Regenwald in Neuseeland und Panama) und unter quasi-natürlichen Bedingungen (botanischer Garten Würzburg) verfolgt. Unter kontrollierten Laboratoriums-Bedingungen wurde die Abhängigkeit der Flechtenphotosynthese von den verschiedenen Standortsparametern analysiert, und Phänomene wie Photoinhibition, Kohlendioxid-Anreicherungsmechanismen und Thallus-Leitfähigkeit wurden untersucht. Eine Kombination dieser Informationen soll zu einer Synthese über die "Photosyntheseökologie der Flechten" führen.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
