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Charakterisierung der inflammatorischen Antwort und molekulare Mechanismen der intestinalen Schädigung im hämorrhagischen Schock

Fachliche Zuordnung Dermatologie
Förderung Förderung von 2000 bis 2003
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5277808
 
Der hämorrhagische Schock (HS) stellt eine der häufigsten Todesursachen in der Altersgruppe der 20-35jährigen dar. Das Intestinum spielt eine kritische Rolle in der Pathophysiologie der systemischen Schockantwort. Während der Schockpause führt die Kreislaufzentralisation zur Minderperfusion im Splanchnikusstromgebiet und setzt das Intestinum einer prolongierten hypoxischen Schädigung aus. Die Schock-induzierte Stase gefolgt vom Zusammenbruch der Mucosabarriere und die Freisetzung von pro-inflammatorischen Zytokinen aus dem Gastrointestinaltrakt tragen zur systemischen Inflammation und Organschädigung, wie z.B. Lungenschädigung, bei. Die molekularen Mechanismen, die in der Intestinalwand ablaufen, sind unzureichend geklärt. Neben bekannten pathophysiologischen Veränderungen der Mucosa kommt der Muskularis im HS eine besondere Bedeutung zu. Wir überprüfen die Hypothese, daß der hämorrhagische Schock eine Redoxsensitive inflammatorische Kaskade im Intestinum initiiert, die lokal zur Schädigung der Muskularis und systemisch zur Aktivierung und Infiltration von PMN in die Gewebe, u.a. in die Darmwand, führt. NO spielt eine wichtige Rolle im hämorrhagischen Schock, Sepsis und Infektion. Der Einfluß der iNOS induzierten NO-Produktion auf die inflammatorische Antwort im HS wird überprüft. Wir untersuchen die Hypothese, daß die therapeutische Reduktion von exzessiven NO-Spiegel zur Downmodulation der inflammatorischen Antwort führt und die morphologische und funktionelle Organschädigung reduziert. Die Anwendung von selektiven iNOS-Inhibitoren oder NO-Scavenger stellt einen möglichen neuen therapeutischen Ansatz zur Behandlung des HS dar.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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