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Die Figurenwelt des Tezuka Osamu. Wechselwirkungen zwischen Erzählmustern und Figurenkonzeptionen im Story-Manga

Antragstellerin Dr. Susanne Phillipps
Fachliche Zuordnung Asienbezogene Wissenschaften
Förderung Förderung von 2000 bis 2001
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5284120
 
Die Kombination von Wort und Bild zur Übertragung von Informationen oder zur Vermittlung von Geschichten hat in Japan eine lange Tradition. So können weder die kulturelle Tragweite noch die wirtschaftliche Macht, die "Mangas" - japanische Comics - in der Gegenwart in ihrem Heimatland innehaben, überschätzt werden. Die Dissertation untersucht unter erzähltheoretischen Fragestellungen das Gesamtwerk des berühmtesten japanischen Zeichners, Tezuka Osamu (1928-1989). Tezuka führte als promovierter Mediziner nicht nur neue Themen, sondern - vor allem unter dem Einfluß US-amerikanischer und europäischer Filme - auch neue Zeichentechniken in die Welt der Bilderzählungen ein und verhalt dem Medium so zu einer revolutionären Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg: In Tezukas Mangas verschmelzen Bausteine bestimmter, im Westen geprägter Erzählgenres (wie Western oder Kriminalerzählungen) mit Elementen der japanischen Erzählkultur. Die vorliegende Arbeit verdeutlicht an zahlreichen Beispielen, dass Tezukas Mangas zu ihrer Entstehungszeit maßgeblich zur Verbreitung von Motiven und Themen der westlichen (Populär-)Kultur in Japan beitrugen. Populärkulturelle Werke werden in einem engen medialen Geflecht von Kulturprodukten produziert und rezipiert (Vermarktung als Zeichentrickfilm, Computerspiel, Buch usw.). In der Dissertation werden Umsetzungen eines identischen Motives in unterschiedlichen Medien miteinander verglichen. Dabei wird deutlich, dass die einzelnen Medien verschiedene Strategien wählen müssen, um gleiche Inhalte wirkungsvoll zu vermitteln.
DFG-Verfahren Publikationsbeihilfen
 
 

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