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Die Entzauberung der Marktwirtschaft

Antragstellerin Dr. Birgit Müller
Fachliche Zuordnung Empirische Sozialforschung
Förderung Förderung von 1992 bis 2003
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5285932
 
Das Buch entschleiert einige der Mythen und Verheißungen der liberalen Marktwirtschaft, indem es sie aus der Sicht derer betrachtet, die den Zusammenbruch der Planwirtschaft im Betriebsalltag erlebte. Im Zentrum des Buches stehen die Lebenswelten und persönlichen Erfahrungen von Arbeitenden im Strudel des politischen und ökonomischen Umbruchs. Das Buch setzt an beim Fall der Mauer, bei der Hoffnung und Begeisterung, die viele DDR Bürger 1989 empfanden. Von diesem Punkt aus verfolgt es ihre Konfrontation mit der Marktwirtschaft und ihre Reinterpretation der Planwirtschaft. Die zentrale Problematik setzt sich mit der Frage von Macht und persönlicher Autonomie im Betrieb vor und nach der Wende auseinander. Sie verweist auf die Mechanismen der politischen und ideologischen Einflußnahme im planwirtschaftlichen Betrieb und kontrastiert sie mit Wirkungsweisen marktwirtschaftlicher Betriebsideologien. Der kurze historische Moment der "Wende" vom Herbst 1989 bis zum Sommer 1990 wird dabei für die Arbeitenden zum Schlüsselerlebnis, das überlieferte Ideen von marktwirtschaftlicher Rationalität, Legitimität von Besitz und demokratischer Kontrolle in Frage stellt. Konzepte wie "Markt", "Privateigentum" und "Demokratie" werden zum Gegenstand der Untersuchung und damit sie in ihrer ideologischen Bedeutung hinterfragt.
DFG-Verfahren Publikationsbeihilfen
 
 

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