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Unbestimmte Rhetorik. Friedrich Schlegel und die Redekunst um 1800

Antragsteller Peter D. Krause
Fachliche Zuordnung Germanistische Literatur- und Kulturwissenschaften (Neuere deutsche Literatur)
Förderung Förderung von 2000 bis 2001
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5295126
 
Die Studie besteht aus zwei selbständigen, doch thematisch verknüpften Teilen. Der erste Teil untersucht den Rhetorikbegriff Friedrich Schlegels. Er widmet sich Schlegels Stellung zur rhetorischen Tradition, untersucht seine "rhetorische" Bildung, seine Kenntnis und Einordnung der Kunst der Beredsamkeit und ihrer historischen Bedigungen, erörtert die Umwandlung des systematischen Kanons durch Schlegel. Beantwortet werden Fragen nach der epistemologischen Stellung, die Schlegel der Rhetorik zugebilligt hat, nach Art, Bedeutung und Schlüssigkeit seiner "absoluten Rhetorik". Das jeweilige Rhetorik-Verständnis wird auf Leitvorstellungen bezogen. Der erste Teil untersucht den Wahrheitsbegriff, die Anthropologie und Hermeneutik, den Sprach- und Enzyklopädiebegriff Schlegels, sodann seine Vorstellung von Ethos und Pathos. Was hat Schlegel geleistet für eine transzendentale Rhetorik? Steht seine unbestimmte Rhetorik in der Kontinuität abendländischer Rhetorikbegriffe? Der zweite Teil wendet sich von der Romantik zurück auf die Rhetorikgeschichte des 18. Jahrhunderts. Die Forschungsthesen "Untergang" oder "Weiterleben" der Rhetorik werden geprüft, die zugrundeliegenden divergierenden Rhetorikbegriffe erörtert. Begründet wir ddie These von einer Gegenläufigkeit der Rhetorikgeschichten im 18. Jahrhundert, von jeweils unterschiedlichen Ermöglichungsbedingungen."
DFG-Verfahren Publikationsbeihilfen
 
 

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