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Streit um die Technikgeschichte in Deutschland 1945-1975

Fachliche Zuordnung Wissenschaftsgeschichte
Förderung Förderung von 2000 bis 2001
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5295898
 
Die Studie beschreibt und analysiert erstmals die Genese dieser Fachwissenschaft im Nachkriegsdeutschland bis zu ihrer akademischen Etablierung Mitte der siebziger Jahre und zwar sowohl im Westen wie auch (zunächst als Technikgeschichte, dann als Produktivkraftgeschichte) im Osten. Dabei stehen nicht die wenigen wissenschaftlichen Publikationen, die es kaum gab, sondern die Erwartungen der gesellschaftlichen Gruppen im Vordergrund.Gemeinsame Wurzeln in der Vorkeigszeit und die nach 1945 in Ost und West unterschiedlich praktizierten Reformen machten Dresden 1952 zum Standort des ersten Instituts für Technikgeschichte, bis wissenschaftlicher Zentralismus und ideologische Neuausrichtung in der Geschichte der Technikwissenschaften ein neues technokratisches Instrument der obrigkeitlichen Lenkung durchsetzten.Der sich bei Reformen viel schwerfälliger bewegende Westen knüpfte eher an tradierte Bahnen an, begab sich aber mit dem Ausbau des Wissenschaftssystems nach 1960 bei diesem Fach auf eine stark von den ständischen und wirtschaftlichen Interessengruppen bestimmten Weg, der freilich nicht immer die 'gewünschten' Resultate lieferte. Auf diese Weise vollzogen die Historiker im Bundesgebiet eine der amerikanischen Entwicklung ähnliche Tendenz nach. Ist Technik allein wegen der Wünsche der Nutzer noch nie nur eine Sache der Ingenieure gewesen ist, so ist es seit Mitte der 70er Jahre auch die Technikgeschichte nicht mehr.
DFG-Verfahren Publikationsbeihilfen
 
 

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