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Pornotopische Techniken des Betrachtens. Raumwahrnehmung und Geschlechterordnung in visuellen Apparaten der Moderne
Antragstellerin
Professorin Dr. Linda Hentschel
Fachliche Zuordnung
Kunstgeschichte
Förderung
Förderung von 2000 bis 2001
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5296524
Diese Arbeit ist ein Beitrag zu einer medienhistorischen Geschlechterforschung. Sie ist eine interdisziplinär und kulturwissenschaftlich angelegte Studie über Techniken des Betrachtens in der Moderne. Zwei Forschungsbereiche werden hier miteinander verschränkt, die allzu oft getrennt voneinander behandelt werden: Es sind dies die Geschichte der visuellen Apparate und Medien einerseits sowie die der historisch bedingten Geschlechterbilder andererseits. Ein Hauptanliegen der Autorin ist hierbei, die Geschichte des Sehens in der Moderne auf ihre Faszination hin zu befragen, bestimmte räumliche Settings - Landschaften, Höhlen, Städte, aber auch Interieurs - in Metaphern des weiblichen Körpers zu erfahren. ... Mit der Einführung der Begriffe der "Pornotopie" bzw. "pornotopischer Techniken des Betrachtens" möchte diese Studie über die Lust am Raum zudem einen Beitrag leisten, Praktiken der Grenzziehung zwischen einer sog. obszönen pornographischen Schaulust auf Körperöffnungen und der vermeintlich hehren künstlerischen Repräsentation weiblich konnotierter Räume neu zu überdenken.
DFG-Verfahren
Publikationsbeihilfen
