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Rubinglas des ausgehenden 17. und 18. Jahrhunderts

Subject Area Art History
Term from 2001 to 2002
Project identifier Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Project number 5297748
 
Kern der Dissertation ist ein 436 Einträge umfassender, nach Gefäßtypen und Herstellungsregionen gegliederter Katalog. Er enthält sämtliche dem Autor bekannt gewordenen barocken Goldrubinpokale, -becher, -krüge und -kannen, sowie charakteristische Beispiele der übrigen Gefäßformen. Die meisten der noch erhaltenen und in öffentlichen Sammlungen bewahrten Stücke konnte der Autor selbst in Augenschein nehmen; außerhalb Deutschlands in den Museen in London, Stockholm, Kopenhagen, Prag, Wien, St.Petersburg, New York, Chicago und Corning. Den Katalog ergänzt ein umfangreicher Erläuterungsteil, in dem die qualitätvolleren Gläser ausführlich besprochen, sowie Entwicklungslinien und Zusammenhänge aufgezeigt werden. In Exkursen werden die Metallfassungen, der böhmische und süddeutsche Glasschnitt, sowie die Bodenmarken einiger Gläser behandelt. Der schriftlichen Überlieferung widmen sich die Kapitel zu den barocken rubinglasherstellenden Regionen. Einleitend wird Johann Kunckel und die Entwicklung des Goldrubins in Brandenburg vorgestellt. In den Abschnitten zu den übrigen Landschaften werden die bislang in der Forschungsliteratur geäußerten Vorschläge geprüft. Die Arbeit ist eingebettet in einen Überblick der Entwicklung roten Glases in Antike, Mittelalter, Renaissance und 19./2o. Jahrhundert. Der antike Lykurgosbecher im British Museum London, das mittelalterliche rote Fensterglas und die renaissancezeitlichen italienischen Glasrezepte werden eingehend behandelt. Beim 19. Jahrhundert liegt der Schwerpunkt auf den Nachahmungen barocker Rubingläser, für das 2o. Jahrhundert wird beispielhaft ein Kelchgläsersatz von Peter Behrens vorgestellt.
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