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Retinoide: potentiell neuartige Therapeutika bei Glomerulonephritis?

Fachliche Zuordnung Nephrologie
Förderung Förderung von 2001 bis 2006
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5302054
 
Zytokine, Wachstumsfaktoren und vasoaktive Peptide wirken bei einer Glomerulonephritis in einem komplexen Netzwerk zusammen und unterhalten den renalen Schädigungsprozeß. Retinoide, Derivate des Vitamin A, beeinflussen als molekulare "Schalter" transkriptionelle Regulationsmechanismen und greifen so in diese Netzwerke ein. Sie beeinflussen daher eine Vielzahl proproliferativer, inflammatorischer Faktoren und Gene, die an der Nierenschädigung beteiligt sind. Retinoide sind daher potentiell neuartige therapeutische Substanzen. In zahlreichen Voruntersuchungen in Zellkultur und in akuten inflammatorischen und nicht-inflammatorischen Nierenschädigungsmodellen zeigten wir, daß Retinoide die Aktivität und Wirkung "schadigungsrelevanter" Gene hemmen und die Nierenfunktion erhalten. Im vorliegenden Antrag möchten wir daher die Wirkung retinoid-rezeptorspezifischer Agonisten bei experimenteller chronischen Glomerulonephritis unter verschiedenen Versuchsbedingungen untersuchen und den transkriptionellen Wirkmechanismus der Retinoide an der Niere weiter aufklären. Diese Untersuchungen sind dazu angelegt, die Voraussetzungen für klinische Studien zur therapeutischen Anwendung von Retinoiden bei Nierenkranken zu schaffen.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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