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Die Geschichte der Vermögensstrafe in Deutschland

Antragsteller Robert Schnieders
Fachliche Zuordnung Strafrecht
Förderung Förderung von 2001 bis 2002
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5312334
 
Die umfassende oder anteilige Entziehung des Vermögens als Strafe ist Gegenstand dieser rechtsgeschichtlichen Arbeit. Anlaß hierfür war die Einführung der Vermögensstrafe ins deutsche Strafgesetzbuch im Jahr 1992. Im Rahmen der ihre Einführung begleitenden Fachdiskussion war die Vermögensstrafe heftiger Kritik ausgesetzt. Aus historischer Perspektive kennzeichnete man sie als hochbelastete Sanktion, die einen punktuellen Rückfall in vorrechtsstaatliche Zeiten bedeute. Diese Kritik konnte sich allerdings nicht auf eine heutigen Anforderungen genügende geschichtliche Untersuchung dieser Sanktion stützen. Die vorliegende Arbeit füllt diese Lücke. Sie zeichnet unter Heranziehung einer Vielzahl von Quellen und unter Ausnutzung der vielschichtigen juristischen, rechtshistorischen und historischen Literatur die Entwicklung der Vermögensstrafe ausgehend vom römischen Recht bis zum Strafrecht der DDR nach. Es wird gezeigt, daß die in Absicht und Wirkung deutlich zutage tretenden und aus heutiger kriminalpolitischer Sicht fragwürdigen historischen Kontinuitäten dieser Sanktion (z. B. eliminatorischer Charakter, nahezu bedingungslose Abschreckung) augenfällige Parallelen in der gegenwärtig geltenden Vermögensstrafe finden.
DFG-Verfahren Publikationsbeihilfen
 
 

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