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Schreiben im Angesicht des Schreckens. Globale Verantwortung als Thema und Herausforderung deutschsprachiger Literatur nach 1945
Antragsteller
Bertram Salzmann
Fachliche Zuordnung
Germanistische Literatur- und Kulturwissenschaften (Neuere deutsche Literatur)
Förderung
Förderung von 2001 bis 2002
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5320560
Die Dissertation geht der Frage nach, wie deutschsprachige Autorinnen und Autoren nach 1945 den Anspruch globaler Verantwortung in ihren literarischen Werken thematisiert und inwieweit sie ihr Schreiben selbst als einen Modus der Antwort auf diesen Anspruch verstanden haben. Sie untersucht dazu Hörspiele, Gedichte, Erzählungen und Romane aus fünf Jahrzehnten, darunter Werke von Hans Magnus Enzensberger, Günter Grass, Rose Ausländer, Ingeborg Bachmann, Alfred Andersch, Max Frisch, Uwe Johnson, F.C. Delius und Nicolas Born. An ihnen werden zum einen zentrale Topoi der Auseinandersetzung mit fernem Leid herausgearbeitet und zum anderen die poetischen Mittel und Verfahren analysiert, mit denen die Autorinnen und Autoren auf die moralische Herausforderung der weltweiten Not reagiert haben. Die Ergebnisse werden am Ende daraufhin ausgewertet, ob und wie Literatur überhaupt angemessen auf die Realität massenhaften Leides antworten kann.
DFG-Verfahren
Publikationsbeihilfen
