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Das Symposium der XII sapientes. Kommentar und Verfasserfrage

Antragstellerin Anne Friedrich
Fachliche Zuordnung Griechische und Lateinische Philologie
Förderung Förderung von 2001 bis 2002
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5320578
 
Unter dem Namen "Carmina XII sapientum" ist uns ein spätantikes, in Mittelalter und Renaissance breit rezipiertes epigrammatisches Korpus von zwölf thematisch verschiedenen Zyklen zu je zwölf Gedichten überliefert. Die Gedichte aller zwölf Zyklen, als deren Verfasser die Tituli der Handschriften zwölf Gelehrte (sapientes) nennen, erfahren eine detaillierte Einzelkommentierung, in der alle textkritischen sprach-stilistischen und inhaltlichen Aspekte Berücksichtigung finden. Der Kommentierung eines jeden Zyklus ist eine Einleitung in seine spezielle Thematik vorangestellt, der jeweilige motivgeschichtliche Horizont des Zyklus wird umfassend aufgearbeitet. In einem zweiten, synoptischen Schritt werden die Ergebnisse dieser Einzelanalysen verbunden mit Analysen zur Gliederungsstruktur des Gesamtwerks: Die Epigrammsammlung ist ihrer Gattung nach als ein in die Versform transformiertes, literarisch-scherzhaftes Symposium zu deuten, das nur von einem Verfasser konzipiert wurde. Gesichert wird diese Erkenntnis durch die Entschlüsselung der Symposiastennamen als noms parlants. Die XII sapientes erweisen sich als das Werk einer rhetorisch geschulten, bereits christliche Diskurse rezipierenden Autorenpersönlichkeit an der Schwelle des 4. Jhs. n. Chr., hinter der sich niemand anderes verbergen dürfte als der Rhetor und spätere Apologet Lactanz.
DFG-Verfahren Publikationsbeihilfen
 
 

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