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et pro remedio animae et pro memoria. Bürgerliche repraesentatio in der Cappella Tornabuoni in S. Maria Novella, Florenz

Antragsteller Dr. Josef Schmid
Fachliche Zuordnung Kunstgeschichte
Förderung Förderung von 2001 bis 2002
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5324220
 
Die vorliegende Arbeit untersucht die im Auftrag Giovanni Tornabuonis von 1485-1490 durch Domenico Ghirlandaio ungewöhnlich aufwendig ausgestattete Cappella Tornabuoni in S. Maria Novella. Vor dem Hintergrund des mittelalterlichen sowie des dominikanischen Stiftungswesens und unter Berücksichtigung der neu rekonstruierten komplizierten Auftrags- und Patronatsgeschichte erfolgt eine eingehende Analyse der in der Kapelle vorhandenen gesamten Bandbreite einer "Bürgerlichen" repraesentatio in der italienischen Renaissance: Wappen, Impresen, Inschriften, Porträts, Grabmäler. Die Rekonstruktion des architektonischen Zustandes der Kirche und ihrer liturgischen Räume um 1490 bringt Aufschluß über die Zugänglichkeit und Sichtbarkeit der Kapellenausstattung und läßt infolgedessen auch Aussagen über deren Publikum zu. Unter Einbeziehung des hinsichtlich seiner Position und Funktion diskutierten einst doppelseitigen Altarretabels ergibt sich schließlich das Resultat einer "Privatisierung" der Cappella Tornabuoni und eines sehr differenzierten Einsatzes der repräsentativen Mittel, die teils der Sorge um das Seelenheil (pro remedio animae), teils dem weltlichen Gedächtnis (pro memoria) dienen sollten.
DFG-Verfahren Publikationsbeihilfen
 
 

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