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Identities, texts, media: Anglo-Scandinavian cultural transfer and the question of historicity

Applicant Dr. Susanne Kries
Subject Area European and American Literary and Cultural Studies
Term from 2002 to 2004
Project identifier Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Project number 5328290
 
Im 9. Jahrhundert erobern und besiedeln Skandinavier große Teile Englands. Diese militärische wie kulturelle Bedrohung der angelsächsischen Kleinkönigreiche führt zu einer Neuschöpfung der angelsächsischen Identität. Das angelsächsische Königshaus von Wessex nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein und weitet die Idee von Angelcynn (,Volk der Engländer') und Englisc (sprachlich ,Englisch') auf alle angelsächsischen Kleinkönigreiche aus. Im 10. Jahrhundert steht der Kulturtransfer zwischen Skandinaviern und Angelsachsen in England im Vordergrund. Auf englischer Seite kommt es zu einer verstärkten Rezeption von vorzeitlichen Themen in Text und Bild, welche ein wachsendes Interesse an der kulturellen Nähe zum Kontinent und besonders zu Nordeuropa dokumentiert. Es entstehen Ansätze zu einer skandinavisch-angelsächsischen Hybridkultur. Im 11. Jahrhundert erfolgt die Angleichung des als ehemals fremd stilisierten an das Eigene: die Inkorporierung der Skandinavier in die eigene Kultur und Geschichtsschreibung, nicht zuletzt herbeigeführt durch die Inthornisierung des dänischen Königs Knut und des anglo-dänischen Königs Harold Godwinsson. Erst die normannische Eroberung (1066) setzt dieser Phase mit ihren spezifischen sozio-kulturellen Bedingungen ein Ende.
DFG Programme Research Fellowships
 
 

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Textvergrößerung und Kontrastanpassung