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Die Urgestalt des Danielbuches und seine erste literarische Rezeption. Zum Verhältnis von Septuagintaversion und masoretischem Text
Antragsteller
Dr. Bertram Herr
Fachliche Zuordnung
Katholische Theologie
Förderung
Förderung von 2001 bis 2005
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5329652
Das Danielbuch und seine Auslegungsgeschichte sind gleichermaßen spannend. Das Habilitationsprojekt möchte die ursprüngliche Intention des Buches herausarbeiten. Dabei liegen zwei Versionen der Schrift miteinander im Wettstreit, die ursprüngliche Fassung des Buches zu bieten: die griechische LXX-Version und der hebräisch-aramaische MT. Sie weichen vor allem in Dan 3-6 erheblich voneinander ab. Will man aber feststellen, mit welcher Aussageabsicht Dan verfasst wurde, ist zunächst zu klären, wie der ursprüngliche Text ausgesehen haben muss: Das Verhältnis beider Versionen zueinander ist zu bestimmen. Das setzt eine syn- und diachrone Analyse der zwei Texte je für sich voraus. Dabei müssen die Ergebnisse in zwei Richtungen ausgewertet werden: 1. Welche Version erklärt sich am besten als Weiterentwicklung der anderen? 2. Läßt die als ursprünglicher bestimmte Fassung ihrerseits einen Entstehungsprozess erkennen, der von der anderen Version unabhängig ist (Literar- und Redaktionskritik)? Da bislang Dan 4-6 im Zentrum der Diskussion stand, wurde Dan 3 als Ausgangspunkt der Untersuchung gewählt. Das Kapitel verspricht, neue Anhaltspunkte für die Ursprünglichkeit der einen oder der anderen Version und dadurch einen Beitrag zum Gesamtverhältnis des Buches zu liefern.
DFG-Verfahren
Forschungsstipendien
