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Entwicklung und Evaluation einer Technologie-unterstützten Beratungsintervention für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz – Programmtheorie und Vorbereitung eines Core Outcome Sets (ProCOS)

Antragstellerin Dr. Dorothee Bauernschmidt
Fachliche Zuordnung Public Health, Gesundheitsbezogene Versorgungsforschung, Sozial- und Arbeitsmedizin
Förderung Förderung seit 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 533628714
 
Hintergrund: Mit der steigenden Zahl von Menschen mit Demenz nimmt auch der Bedarf an familialer und professioneller Unterstützung zu. Eine Form der Unterstützung für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz sind Beratungsangebote. Die Nutzung von Kommunikationstechnologie für Beratungen zur Verbesserung der Zugänglichkeit wird auch vor dem Hintergrund der SARS-CoV-2-Pandemie verstärkt diskutiert. Bislang liegt keine gesicherte Evidenz für die Wirksamkeit von Technik-gestützter Beratung vor. Es gibt nur wenige randomisierte kontrollierte Studien, die sehr unterschiedliche Outcomes untersucht und zumeist die komplexe Intervention nicht theoriegeleitet entwickelt und evaluiert haben. Zielstellung: Die Ziele des Projektes sind, eine initiale Programmtheorie für eine Technologie-unterstützte Beratungsintervention für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz zu formulieren und die Datenbasis für die Konsentierung eines Core Outcome Sets (COS) zu generieren. Damit wird die Grundlage für die theoriegeleitete Entwicklung, Implementierung und Evaluation einer solchen Intervention zur Unterstützung pflegender Angehöriger geschaffen. Methoden: In einem innovativen methodischen Vorgehen werden die Methodenstränge zur Entwicklung einer Programmtheorie und eines Core Outcome Sets zusammengeführt. Im Rahmen eines Scoping Reviews werden zunächst Daten zu den Merkmalen und theoretischen Fundierungen von Beratungsinterventionen sowie den in klinischen Studien untersuchten Outcomes erhoben. Zusätzlich wird eine qualitative Teilstudie durchgeführt, um aus einer phänomenologischen Perspektive die lebensweltliche Wahrnehmung relevanter Stakeholder zur Bedeutung von Beratung in Pflegesituationen mittels Leitfadeninterviews zu erheben. Das Erkenntnisinteresse richtet sich auf die Erfahrungen und Erwartungen von pflegenden Angehörigen und in der Beratung tätigen Personen und darauf, welche Wirkungen durch eine Beratung erreicht und anhand welcher Parameter diese Wirkungen gemessen werden können. Die Synthese der Daten aus Literaturübersicht und qualitativer Teilstudie wird im Rahmen der Entwicklung des logischen Modells vorgenommen. Es werden Wirkmechanismen und Kausalitätsannahmen in den programmtheoretischen Elementen (Theory of Change, Outcomes Chain und Theory of Action) expliziert und die initiale Programmtheorie formuliert. Zu erwartende Ergebnisse: Eine systematische Übersicht der Komponenten von Beratungsinterventionen und deren beabsichtigter Wirkungen sowie der theoretischen Bezugnahmen wird erstellt. Zudem wird eine Auflistung (‚long list‘) von Outcomes erarbeitet, die die bereits untersuchten Outcomes und die von den befragten Stakeholdern benannten Outcomes umfasst. Darüber hinaus werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den subjektiven Sichtweisen und Relevanzstrukturen der Stakeholder sichtbar, die in die Programmtheorie einer Technologie-unterstützten Beratungsintervention für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz einfließen.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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