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Hugo Wolf - Skizzen und Fragmente. Untersuchungen zur Arbeitsweise
Antragstellerin
Dr. Margret Jestremski
Fachliche Zuordnung
Musikwissenschaften
Förderung
Förderung von 2001 bis 2002
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5337473
Die in der Wolf-Biographik tradierten Vorstellungen von der Persönlichkeit des Komponisten und der Entstehung seiner Werke häuften Spekulationen über einen mutmaßlichen, durch Symptome der syphilitischen Krankheit gelenkten Schaffensvorgang. Zudem hat Wolf selbst zur Mythisierung eines unbewußt-spontanen Komponierens beigetragen. Ausgehend von dem erhaltenen Bestand an Werkskizzen unternimmt vorliegende Studie erstmals eine wissenschaftlich-kritische Aufarbeitung und Erschließung der vom Komponisten hinterlassenden Werkstattmaterialien. Voraussetzung dafür bildeten einerseits die Erstellung eines Gesamtkatalogs der Skizzen und Fragmente im Vokal-, Chor- und Instrumentalmusikbereich, andererseits akribische Studien an der Handschrift sowie eine damit eng verbundene Typologisierung der Manuskripte. Die Untersuchungen führten nicht nur zu einer chronologischen Neuordnung des Oeuvres, sondern lieferten vor allem grundlegende Erkenntnisse über den Arbeitsprozeß ebenso wie Aufschlüsse über die Werkgenealogie: So konnten u.a. Wolfs planvolles Procedere bei der Verwendung kompositorischer Modelle im Liedgenre und seine innovativen kompositionstechnischen Ansätze im Kammermusikbereich entschlüsselt werden.
DFG-Verfahren
Publikationsbeihilfen
