Detailseite
Projekt Druckansicht

EXC 3078:  Imaginamics. Praktiken und Dynamiken sozialen Imaginierens

Fachliche Zuordnung Geschichtswissenschaften
Kunst-, Musik-, Theater- und Medienwissenschaften
Literaturwissenschaft
Philosophie
Sozial- und Kulturanthropologie, Außereuropäische Kulturen, Judaistik und Religionswissenschaft
Sozialwissenschaften
Theologie
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 533747966
 
Gesellschaftliches Zusammenleben setzt nicht nur das Funktionieren von Regelwerken, Verfahren und Institutionen voraus, sondern auch gemeinsam geteilte Vorstellungen, Narrative und Bilder. Die Praktiken des Teilens solcher Vorstellungen, Narrative und Bilder nennen wir ‘soziales Imaginieren’. Sie tragen dazu bei, gemeinsame, intersubjektiv anerkannte Vorstellungswelten zu erschaffen, die alltagsweltliche Orientierung und Halt bieten. Soziales Imaginieren kann Gesellschaften zusammenhalten und Solidarität fördern, aber auch Differenzen und Spaltungen erzeugen. Es kann Einheit und Zusammenhalt stiften, aber auch zu Formen der Ausgrenzung und Gewalt führen. Es kann soziale Strukturen stärken und stabilisieren, aber auch in Bewegung versetzen und Veränderungen anstoßen. Die aktuellen Debatten zur Klimakrise und zur ökologischen Zukunft des Planeten, die öffentlichen Deutungskämpfe um die Pandemie, die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, die Zukunft der Demokratie und die Wiederkehr rechtsextremer Vorstellungswelten zeigen, wie relevant und aktuell das Thema für unsere Gegenwart ist – in Deutschland und weltweit. Der Cluster "Imaginamics: Praktiken und Dynamiken sozialen Imaginierens" trägt auf innovative Weise zur Erforschung dieses weitreichenden Forschungsfeldes bei, indem er den Blick auf den Prozess des Imaginierens selbst – seine Praktiken, Dynamiken und historischen Entwicklungen – richtet. Er zielt auf ein umfassendes Verständnis sozialen Imaginierens ab. (1) Hierzu verbindet er kultur-, geistes- und sozialwissenschaftliche Forschungsansätze miteinander; (2) er verknüpft theoretische Grundlagenarbeit mit empirischen Untersuchungen und digitalen Explorationen; (3) er erweitert die bislang geführten Debatten um eine epochen- und kulturübergreifende Perspektive; (4) er erarbeitet ein Instrumentarium, um soziale Dynamiken genauer zu beschreiben, zu erklären und einen reflektierten Umgang mit ihnen zu ermöglichen.
DFG-Verfahren Exzellenzcluster (ExStra)
Antragstellende Institution Friedrich-Schiller-Universität Jena
 
 

Zusatzinformationen

Textvergrößerung und Kontrastanpassung