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EXC 3137: TransforM: Münchner Zentrum für Transformative Technologien und gesellschaftlichen Wandel
Fachliche Zuordnung
Sozialwissenschaften
Wirtschaftswissenschaften
Wirtschaftswissenschaften
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 533801653
Gesellschaften verändern sich weltweit rapide. Technologie spielt dabei eine zentrale und zugleich ambivalente Rolle, wie aktuelle Debatten über künstliche Intelligenz, Neurotechnologien und autonome Systeme zeigen. Trotz dieser Schlüsselrolle bleibt Technologie im Portfolio der Sozialwissenschaften oft randständig und wird in einschlägigen Theorien selten als expliziter oder wesentlicher Faktor behandelt. Gerechtigkeits- und Demokratietheorien beispielsweise behandeln ihre Kernfragen oft getrennt von Technologie und Innovation. Gleichzeitig spielen die Sozialwissenschaften in der Technikentwicklung oft eine nachgeordnete Rolle. Diese Diskrepanz verhindert, dass wir komplexen globalen Herausforderungen, dem wachsenden Misstrauen gegenüber Technologie und der transformativen Wirkmacht neuer Technologien adäquat begegnen. TransforM stellt sich der doppelten Herausforderung, die sozialwissenschaftlichen Grundlagen für hochtechnisierte Gesellschaften weiterzudenken und gleichzeitig Technikentwicklung konsequent mit einem sozialwissenschaftlichen Blick zu verbinden. Als interdisziplinärer sozialwissenschaftlicher Cluster mit Schwerpunkt Technologie wollen wir neue Theorien und Methoden entwickeln, um transformative Technologiepfade umfassender zu analysieren und mitzugestalten, so dass sie vielfältige gesellschaftliche Bedürfnisse besser adressieren. Dafür brauchen wir ein tieferes Verständnis, warum, wann und wie Technologien gesellschaftlich transformativ werden – von frühen Phasen der Emergenz bis hin zu breiten sozio-ökonomischen Auswirkungen. TransforM besitzt drei Alleinstellungsmerkmale für zukunftsweisende Grundlagenforschung. Erstens schafft TransforM eine einmalige kritische Masse und Vielfalt an sozialwissenschaftlichem Fachwissen mit explizitem Technologie-Fokus, um neue konzeptionelle Fragen disziplinübergreifend zu beantworten. Damit können wir z.B. Theorien zu unternehmerischen Opportunitäten systematisch mit Theorien globaler Gerechtigkeit und neuen Governance-Ansätzen verbinden. Zweitens fördern wir ko-kreatives Arbeiten zwischen den Sozial- und Technikwissenschaften durch einen einzigartigen Tandem-Ansatz. Dieser Ansatz generiert sozialwissenschaftliche Fragen und Theorien aus aktuellen Technikentwicklungen und lässt unsere Erkenntnisse umgekehrt in die Technologiegestaltung einfließen. Drittens nutzt TransforM innovative Instrumente zur Antizipation und öffentlichen Beteiligung, um als Labor für eingebettete und Echtzeit-Forschung den Cluster kontinuierlich im Austausch mit aktuellen Debatten in Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu halten. Als Teil von Europas stärkstem Innovationsökosystem in München kann TransforM eine globale Reichweite entfalten. Wir verfolgen die Vision, TransforM als führenden Forschungscluster für transformative Technologien und gesellschaftlichen Wandel zu etablieren und dadurch Menschen, Organisationen und Gesellschaften bei verantwortungsvoller und nachhaltiger Innovation zu unterstützen.
DFG-Verfahren
Exzellenzcluster (ExStra)
Antragstellende Institution
Technische Universität München (TUM)
Beteiligte Institution
Hochschule für Politik München; Ludwig-Maximilians-Universität München; Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb; ZEW - Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH; ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung
an der Universität München e.V.
an der Universität München e.V.
Sprecherinnen / Sprecher
Professorin Dr. Hanna Hottenrott; Professor Dr. Holger Patzelt; Professor Dr. Sebastian Pfotenhauer
beteiligte Wissenschaftlerinnen / beteiligte Wissenschaftler
Professor Dr. Oliver Alexy; Professorin Dr. Silke Beck; Professorin Dr. Nicola Breugst; Professorin Dr. Alena Buyx; Professor Tim Büthe, Ph.D.; Professorin Dr. Claudia Doblinger; Professor Dr. Oliver Falck; Professor Dr. Urs Gasser; Professor Dr. Dietmar Harhoff; Professor Dr. Joachim Henkel; Professor Dr. Martin Högl; Professor Marcello Ienca, Ph.D.; Professorin Dr. Enkelejda Kasneci; Professor Tobias Kretschmer, Ph.D.; Professorin Sabina Leonelli, Ph.D.; Professor Dr. Stefan Minner; Professorin Dr. Ruth Müller; Professor Dr. Jörg Niewöhner; Professorin Dr. Jutta Roosen; Professor Dr. Maximilian Schiffer; Professorin Dr. Janina Steinert; Professor Dr. Ludger Wößmann
