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The `Beauty Truths` of Literature: Elemente einer Dichtungstheorie in Aldous Huxleys Essayistik
Antragsteller
Dr. Gerhard Wagner
Fachliche Zuordnung
Europäische und Amerikanische Literatur- und Kulturwissenschaften
Förderung
Förderung von 2001 bis 2002
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5339926
Gewichtige Bedeutung in Aldous Huxleys essayistischem Werk tragen seine theoretischen Überlegungen zum Sinn und Zweck sowie den Möglichkeiten der Dichtung. Diese Überlegungen erweisen sich als integraler Bestandteil seines philosophischen Denkens. Eine skeptisch-agnostische Welthaltung bestimmt die Perspektive des jüngeren Huxley (Kap. I). Dennoch lehnt er eine ästhetizistische Flucht in eine Kunstwelt, wie sie etwa Oscar Wilde vertritt, strikt ab (Kap. II). Vielmehr sieht er in der Dichtung die wichtigste Kraft, die den unmittelbaren, gefühlsbehafteten Erfahrungsbereich des Menschen erfaßt und ordnet, da er dem Dichter eine herausragende Erfahrungsgabe bescheinigt (Kap. III). Außerdem fordert er die Dichtung auf, auch das empirisch-rationale Denken der Wissenschaften zu berücksichtigen (Kap. IV). Seinem auf thematische Vollständigkeit abzielenden Ansatz entspricht, daß er auch die vermeintlich unwesentlichen Erfahrungsgegebenheiten in die Dichtung integriert wissen möchte (Kap. V). Entscheidend ist, daß der Dichter seinen besonderen Erfahrungen adäquaten künstlerischen Ausdruck zu verleihen vermag (Kap. VI). Erst mit Huxleys Hinwendung zu einer mystisch-religiösen Welthaltung seit Mitte der dreißiger Jahre büßt die Dichtung ihre vorrangige Position als Erkenntnisträger ein (Kap. VII). Der letzte große Essay, Literature and Science, bezeugt jedoch, daß der Dichtung für Huxley weiterhin eine zentrale Funktion zukommt.
DFG-Verfahren
Publikationsbeihilfen
