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Königsberg - Memel - Elbing - Stettin - Breslau. Beiträge zu einer Geschichte des preußischen Handels und seiner sozialen Träger (1763-1815)

Applicant Dr. Rolf Straubel
Subject Area Modern and Contemporary History
Term from 2002 to 2003
Project identifier Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Project number 5349482
 
Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen die Entwicklung von Großhandel und -gewerbe in den östlichen preußischen Provinzen (Pommern, Schlesien, Ost- und Westpreußen) zwischen dem Siebenjährigen Krieg und der napoleonischen Hegemonie sowie deren soziale Träger. Die Studie stellt eine unmittelbare Fortsetzung der 1995 veröffentlichten Monographie über Kaufleute und Manufakturunternehmer in den mittleren preußischen Provinzen dar; hatten damals Berlin, Magdeburg, Halle und Frankfurt/Oder im Zentrum des Erkenntnisinteresses gestanden, so gilt die Aufmerksamkeit nunmehr überregionalen Wirtschaftsstandorten wie Königsberg, Memel, Elbing, Stettin, Danzig und Breslau, die in den einzelnen Landesteilen wirtschaftlich dominierten, freilich von kleineren Orten mit einem durchaus bemerkenswerten ökonomischen Potential umgeben waren. Die vornehmlich auf der Auswertung ungedruckter Archivalien beruhende Arbeit ermöglicht wichtige Einblicke in den sozialen Konstituierungsprozeß des "Wirtschaftsbürgertums" in der preußischen Monarchie, in die wechselseitigen Beziehungen zwischen den großen preußischen See- und Binnenhandelsplätzen sowie in die Modifikationen der staatlichen Wirtschaftspolitik. Sie erläutert die im Zusammenspiel von "beamteten Bildungs-" und "Wirtschaftsbürgern" liegenden Ursachen des wirtschaftlichen Aufstiegs Preußens und seiner positiven Außenhandelsbilanz bis 18o6, weist zugleich aber auch auf die Verschiebungen im gesamteuropäischen Handel und Gewerbe hin, die sein wirtschaftliches Desaster nach 18o6 ankündigten.
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