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Die pränatale Therapie der Lungenhypoplasie bei kongenitalen Zwerchfelldefekten durch die Verwendung resorbierbarer Biomaterialien in der fetalen Trachea - eine tierexperimentelle Studie am fetalen Schafmodell

Antragsteller Dr. Enrico Danzer
Fachliche Zuordnung Kinder- und Jugendmedizin
Förderung Förderung von 2001 bis 2004
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5352441
 
Angeborene Zwerchfelldefekte zählen zu sehr häufigen Fehlbildungen von Neugeborenen. Bis heute gibt es keine adäquate postnatale Behandlung der durch Zwerchfelldefekte ausgelösten schweren Lungenhypoplasie. Als logische Konsequenz des Unvermögens, Kinder mit Zwerchfelldefekt nach der Geburt ausreichend zu therapieren, ist die Möglichkeit der fetalen Chirurgie zu eruieren. Sowohl bei der offenen intrauterinen Reparatur des Defektes, wie auch bei der minimal-invasiven Trachealokklusion mit Hilfe eines Titan-Clips müssen die operationsbedingten Risiken für Mutter und Kind dem Therapieerfolg gegenübergestellt werden. Infolge des Titan-Clips kann es durch eine Druckschädigung zu einem teilweisen Funktionsverlust der fetalen Luftröhre kommen, der Nerven- und Gefäßbaum am Hals des Feten verletzt werden. Weiterhin muss der Titan-Clip während des Geburtsvorganges sofort entfernt werden, um eine ausreichende Belüftung des Neugeborenen zu gewährleisten. Mit Hilfe des im Antrag beschriebenen Vorgehens soll ein Biomaterial gefunden werden, dass das Lumen der Trachea verschließen kann, diesen Zustand erhält, bis es nach einer bestimmten Zeit wieder abgebaut bzw. resorbiert wird; des Weiteren die möglichen operationsbedingten Komplikationen verhindern kann und den zweiten Eingriff vermeidbar macht. Der Einfluss resorbierbarer Biomaterialien zur Trachealokklusion bei Zwerchfelldefekten ist ein neuer und noch nicht erprobter Therapieansatz.
DFG-Verfahren Forschungsstipendien
 
 

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