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Bildungsbürger in der Defensive

Antragsteller Rainer Fattmann
Fachliche Zuordnung Neuere und Neueste Geschichte (einschl. Europäische Geschichte der Neuzeit und Außereuropäische Geschichte)
Förderung Förderung von 2001 bis 2002
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5352960
 
Wenn es der Weimarer an Republikanern fehlte, wird häufig auf die Beamten verwiesen, die in einem obrigkeitsstaatlichen Denken und Handeln verhaftet geblieben seien. Konnten sich auch die höheren, akademisch gebildeten Beamten nur schwer mit einer demokratischen Staatsform abfinden? Zu dieser Gruppe, organisiert im "Reichsbund der höheren Beamten", gehörten höhere Verwaltungsbeamte, Richter, Professoren, Lehrer und die übrigen akademischen Staatsdiener. Sie war die größte und tonangebende Fraktion des Bildungsbürgertums. Die Untersuchung zeichnet ihr soziales, ökonomisches und ideologisch-politisches Profil. Welche Rollen spielte sie im sozialen und politischen Gefüge der Weimarer Republik? Welche Haltung nahmen diese Beamten gegenüber Staat und Republik ein und wie verhielten sie sich gegenüber dem heraufziehenden Nationalsozialismus? Inwieweit waren sie in der Lage, politische Entscheidungsprozesse zu beeinflussen? Die Studie versteht sich auch als Beitrag zum Verständnis der Erfolgsbedingungen für die nationalsozialistische Machtübernahme.
DFG-Verfahren Publikationsbeihilfen
 
 

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