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Strukturalistische Analyse von Künstlerimages im 20. Jahrhundert

Antragsteller Dr. Frank Illing
Fachliche Zuordnung Soziologische Theorie
Förderung Förderung von 2002 bis 2004
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5355076
 
Die Avantgarden des 20. Jahrhunderts stellten die traditionellen Begriffe von Kunstwerk und Künstlertum grundsätzlich in Frage. Die daraus resultierenden Herausforderungen für Kunstinterpretation und Kunstsoziologie bleiben auch nach dem `Ende der Avantgarden' akutell. Neue theoretische Perspektiven der Kunstinterpretation, wie z.B. Semiologie und Rezeptionstheorie, trugen dazu bei, alle Faktoren der künstlerischen Kommunikation als bedeutungsrelevant zu erkennen. Einer dieser Faktoren ist das Künstlerimage, dessen semantische Funktion bisher nicht systematisch aufgearbeitet wurde. Als Methode einer rezeptionstheoretisch fundierten Untersuchung von Künstlerimages eignen sich die Entwürfe des tschechischen Strukturalisten Jan Mukaovsky (1891-1975) zur Einbeziehung des Individuums in eine allgemeine Ästhetik. Sie ermöglichen die Behandlung der kunstsoziologischen Frage, wie Künstler Images einsetzten, um von Aussagepostionen Wirkung zu erzielen, die jenseits der gesellschaftlich den Künsten gesetzten Grenzen angesiedelt sind. In diesem Forschungsvorhaben soll auf der Grundlage jener Methode diese Frage in einer ausführlichen Analyse von zentralen Künstlern und Künstlergruppen des 20. Jahrhunderts beantwortet werden.
DFG-Verfahren Forschungsstipendien
 
 

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