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Gotteserkenntnis=Selbsterkenntnis? Neopsychoanalytische Transformationen theologischer Existenzhermeneutik

Subject Area Roman Catholic Theology
Term from 2002 to 2004
Project identifier Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Project number 5358478
 
Die Ineinssetzung von Gottes- und Selbsterkenntnis wurde zuletzt durch die existenzhermeneutische Theologie profiliert: Gott ist das "Wie der Existenz" (Bultmann). Da strukturale Psychoanalyse (Zizek) die Selbsterkenntnis neu akzentuiert, bewirkt sie damit auch theologische Veränderungen, die das Habilitationsprojekt analysiert: Zizeks Zeit- und Subjektanalysen können zur Konturierung eines postmodernen Vorverständnisses beitragen. Seine Apologie des Christentums weist den Weg zu einer "Theologie des Begehrens". Diese zielt darauf ab, sich mit dem traumatischen Personenkern bzw. dem Nichtkommunizierbaren, das sich der Symbolisierung entzieht, zu identifizieren. Von hier aus gelingt eine theologische Kritik des kategorischen Imperativs und der symbolische Ordnung: "Gott" ist nicht Ausdruck der Vollkommenheit, die Begehren suspendiert (actus purus), sondern Prädikat der Wertschätzung von Partikularem (actus impurus). Der religiöse Akt kann somit fundamentaltheologisch neu bestimmt werden. Die Psychodynamik von Abhängigkeiten, insbes. der Dialektik von Gesetz und Sünde (Röm.7), und die Ermöglichung ihres Durchbrechens - die paulinische Bestimmung des Anliegens des Christentums - können genauer verstanden werden.
DFG Programme Research Fellowships
 
 

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