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"der ritterschaft in eren". Das Bild des Krieges in den historiographischen Schriften niederadliger Autoren des 15. und frühen 16. Jahrhunderts

Applicant Rainer Bach
Subject Area German Medieval Studies (Medieval German Literature)
Term from 2001 to 2002
Project identifier Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Project number 5358636
 
Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, wie niederadlige Autoren am Ausgang des Mittelalters über das Thema "Krieg" schrieben. Anhand dreier Fallstudien soll nach den subjektiven Sehweisen und den Interessen adliger Autoren gefragt werden: Welche Kriege werden dagestellt, welche Quellen und Kommunikationswege nutzen sie, welche Perspektive nehmen sie ein? Dabei gilt es jeweils, das soziale Umfeld der Autoren zu beleuchten, um auf diese Weise eventuelle Rückschlüsse auf Anlass und Absicht des Schreibens ziehen zu können. Der Krieg von niederadligen Schreibern als Betätigungsfeld des Adels präsentiert eine Darstellungsweise, die angesichts der Veränderungen im Kriegswesen (vgl.: Söldnerwesen) nur noch bedingt der Realität entspricht. Die Tendenz zur adligen Selbstdarstelung hat zur Folge, dass das Kriegsgeschehen nur verzerrt wiedergegeben wird: Im Vordergrund stehen die Höhepunkte (Schlachten, persönliche Bewährung), während der Kriegsalltag, mit den Erfahrungen von Not, Leid und Sterben, kaum zur Sprache kommt. Wesentlich bestimmt wird die Art und Weise des Schreibens über den Krieg von der Selbstwahrnehmung der Autoren, von ihrer Bindung an die Familie, den Stand oder ihrer Zugehörigkeit zum Fürstenhof.
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