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Aufklärung der neurochemischen und genetischen Grundlagen erhöhter Stressanfälligkeit bei Orphanin FQ/Nociceptin knock-out Mäusen
Antragstellerin
Dr. Sigrun Pohl
Fachliche Zuordnung
Pharmakologie
Förderung
Förderung von 2002 bis 2003
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5358707
Stress ist eine natürliche Reaktion jedes Organismus und dient der Gefahrenabwehr. Die gestörte Verarbeitung von Stressreizen kann allerdings zu pathologischen Veränderungen führen, wie z.B. Angsterkrankungen und Depressionen. Die Wahrnehmung und Verarbeitung von Stress beruht auf der komplexen Interaktion verschiedener neuronaler Systeme. Daher ist die Kenntnis der beteiligten neurochemischen Prozesse eine wichtige Voraussetzung zur Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze für die Behandlung von stressbedingten Erkrankungen. Orphanin FQ/Nociceptin knock-out Mäuse zeigen erhöhte Stressanfälligkeit, gesteigertes Angstverhalten und sind unfähig, sich wiederholtem Stress anzupassen. In dem beantragten Projekt sollen die neurochemischen und genregulatorischen Grundlagen dieser gestörten Stresswahrnehmung untersucht werden. Im ersten Teil des Projektes werden dazu quantitative Veränderungen von Neurotransmittern und Rezeptoren gemessen. Der zweite Abschnitt soll sich auf die genomweite Suche nach bisher unbekannten genetischen Komponenten der neuronalen Stressverarbeitung konzentrieren. Ziel ist es, ein umfassendes Bild der miteinander integrierten neuronalen Systeme zu erhalten, die an der Verarbeitung von Stressreizen beteiligt sind.
DFG-Verfahren
Forschungsstipendien
