Project Details
Projekt Print View

Deutsch als Fremdsprache im Rußland des 18. Jahrhunderts. Ein Beitrag zur Geschichte des Fremdsprachenlernens in Europa und zu den deutsch-russischen Beziehungen

Applicant Kristine Koch
Subject Area Individual Linguistics, Historical Linguistics
Term from 2002 to 2003
Project identifier Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Project number 5369799
 
Die Voraussetzungen für das in Rußland bis heute starke Interesse am Deutschen wurden im 18. Jahrhundert geschaffen, als das Deutsche in Rußland die wichtigste lebende Fremdsprache war. Die Arbeit dokumentiert Gründe, Umstände und die Entwicklung dieses Prozesses: Wer hat damals wie, warum und in welchem Ausmaß Deutsch gelernt? Der Stellenwert des Deutschen wird über seine Funktionen in politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich zentralen Bereichen sowie seine Verbreitung als Unterrichtssprache und -fach an den russischen Schulen bestimmt. Untersuchungen zur Rekrutierung und Qualifikation der Lehrer, zu Inhalten und Methoden des Deutschunterrichts sowie zur Entwicklung von Lehrmitteln mit besonderer Berücksichtigung der Grammatiken des Deutschen vermitteln ein umfassendes Bild von der historischen Unterrichtswirklichkeit und stellen einen Abschnitt der Fachgeschichte der Auslandsgermanistik dar, der so bislang noch nicht beschrieben wurde. Die Arbeit steht im Kontext einer Reihe von Studien, die sich der Erforschung der Geschichte des Deutschen als Fremdsprache im europäischen Kontext zugewandt und innerhalb der Germanistik ein neues Forschungsfeld etabliert haben. Im Rahmen der Forschungen zur Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen greift sie mit der zentralen Frage nach der Bedeutung des Deutschen im Rußland des 18. Jahrhunderts und seiner Erlernung durch Russen eine Problematik auf, die trotz ihrer aktuellen Bedeutung für das Engagement der deutschen Auswärtigen Kulturpolitik im osteuropäischen Raum bislang weitgehend unbeachtet blieb.
DFG Programme Publication Grants
 
 

Additional Information

Textvergrößerung und Kontrastanpassung