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Bremens Umlands- und Außenbeziehungen im Mittelalter (13.-15. Jahrhundert)

Fachliche Zuordnung Mittelalterliche Geschichte
Förderung Förderung von 2002 bis 2003
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5383213
 
Die wesentliche Lebensgrundlage der mittelalterlichen Stadt war ihre Funktion als Marktort für die nähere und weitere Umgebung sowie gegebenenfalls als Fernhandelszentrum. Dementsprechend war auch die "Außenpolitik" der Städte vor allem darauf gerichtet, ihre zentralörtliche Marktfunktion zu erhalten. Die Arbeit untersucht die verschiedenen Wirtschaftsräume des mittelalterlichen Bremen. Sie knüpft dabei an die historische Zentralitätsforschung an, die die stadtbezogenen Räume "Umland, Hinterland, Einzugsbereich" und "Fernhandelsgebiet" unterscheidet. Aber die vorliegende Untersuchung geht darüber hinaus. 1. Die bisherige Forschung hat sich nur dem städtischen Um- und Hinterland gewidmet. In der Studie zu Bremen werden hingegen alle vier Markträume der Stadt untersucht. Auf der Grundlage dieser wirtschaftlichen Interessengebiete werden dann die politischen Außenbeziehungen Bremens umfassend analysiert. 2. Bremen und seine Wirtschaftsräume werden als Teil der niedersächsischen Städtelandschaft gesehen. Dazu wird ein Modell entwickelt, in dem die mittelalterlichen Städte als Zentralorte höherer, mittlerer und unterer Ordnung unterschieden werden, so daß ihre funktionale und hierarchische Einordnung in die sie umgebenede Städtelandschaft möglich wird. Insgesamt würdigt die Arbeit die Besonderheiten der bremischen Umlands- und Außenbeziehungen, zugleich ist sie eine exemplarische Studie, die weitere Untersuchungen stadtbezogener Räume im Mittelalter anregen will.
DFG-Verfahren Publikationsbeihilfen
 
 

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