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Selektion temporär und regiospezifisch exprimierter Gene, die die Musterbildung und Differenzierung während der Regeneration in Anneliden steuern

Fachliche Zuordnung Evolutionäre Zell- und Entwicklungsbiologie der Tiere
Förderung Förderung von 2002 bis 2005
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5387787
 
Regeneration, d.h. die Wiederherstellung eines kompletten Organismus aus Teilstücken, ist eines der faszinierendsten Phänomene der Biologie. In den vergangenen 250 Jahren war die Analyse auf deskriptive Untersuchungen beschränkt. Jetzt jedoch lassen sich die auf dem Gebiet der genetisch-molekularbiologischen Entwicklungsbiologie konstruierten Methoden zur Analyse der genetischen Steuerung der Regeneration nutzen. Die während der Regeneration in dem Polychaeten Dorvillea bermudensis (Dorvilleidae) aktiven und in mRNA transkribierten Gene werden mittels oligo-dT(12)-Primern in cDNA übersetzt. Mit Gewebe adulter Tiere wird ebenso verfahren. Unter Einsatz der DDRT-PCR werden die Expressionsmuster beider Gewebe verglichen und nur im Regenerat exprimierte Gene isoliert. Die tatsächliche Bedeutung des isolierten Gens bzw. seines Produktes für die Regeneration soll durch gezieltes "Ausschalten" des Gens (RNAi) untersucht werden. Ein Vergleich von in verschiedenen Taxa gefundenen regenerationssteuernden Genen ermöglicht die Entschlüsselung des mechanistischen Ablaufs von Musterbildung und Differenzierung während der Regeneration. Genetische Vergleiche mit nichtregenererierenden Arten sollen die Frage, warum einige Metazoen zu regenerieren vermögen und andere nicht, beantworten helfen.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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