Detailseite
Projekt Druckansicht

Heiratsmigration und transnationale Partnersuche

Antragstellerin Dr. Pataya Ruenkaew
Fachliche Zuordnung Empirische Sozialforschung
Förderung Förderung von 2002 bis 2003
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5389893
 
Die Heiratsmigration thailändischer Frauen ist die vorläufig letzte Phase in einem langwierigen und mehrstufigen Prozess und bildet die Fortsetzung ihrer Binnenarbeitsmigration. Die Mehrheit der Heiratsmigrantinnen besteht aus alleinerziehenden Müttern. Die Motive zur Migration bzw. Heirat eines Deutschen sind neben der Suche nach Auswegen aus persönlichen und familiären Krisen der Wunsch nach sozialem Aufstieg, Unternehmenslust und der Wille zur Selbstbehauptung und zum Ausstieg aus der Prostitution. Die deutschen Ehemänner haben Schwierigkeiten auf dem Heiratsmarkt, einerseits aufgrund ihrer Schüchternheit oder körperlichen Unattraktivität, und andererseits gibt es gesellschaftliche Faktoren, wie ein isoliertes Leben auf dem Land, die sich negativ auf die Chancen der Männer am deutschen Heiratsmarkt auswirken. Sie wählen deswegen als alternative Methoden der Partnerschaftsanbahnung die Dienstleistung kommerzieller Heiratsvermittlungen und Bekanntschafts- und Partnerschaftsanzeigen, oder sie knüpfen Kontakte zu Prostituierten, die sie auf einer Urlaubsreise treffen.
DFG-Verfahren Publikationsbeihilfen
 
 

Zusatzinformationen

Textvergrößerung und Kontrastanpassung