Project Details
Paolo Veronese. Kunst als soziales System
Applicant
Professor Dr. Hans-Dieter Huber
Subject Area
Art History
Term
from 2002 to 2003
Project identifier
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Project number 5390018
In dem vorliegenden Manuskript wird das soziale System, in dem sich der venezianische Maler Paolo Veronese (1528-1588) in der Republik Venedig als Künstler bewegte, ausführlich untersucht. Nach einem Überblick über den bisherigen Forschungsstand wird der neue Ansatz, der in diesem Manuskript gewählt wird, ausführlich erläutert. Die Arbeit umfasst im Prinzip drei große Schwerpunkte der Untersuchung: die Produktionsbedingungen, die Werke selbst sowie die Rezeptionsbedingungen der Kunst Veroneses. Zuerst wird daher versucht, aus den überlieferten Quellen, Dokumenten, Verträgen und verschiedenen stilkritischen Untersuchungen die Werkstattorganisation Paolo Veroneses zu rekonstruieren. Nachdem dies erfolgt ist, wandert der Blick auf die spezifischen Produktionsbedingungen, -strukturen sowie die ökonomischen und sozialen Voraussetzungen für die umfangreiche Bildproduktion. Die Werkstatt wird dabei als ein hoch spezialisiertes, arbeitsteiliges Sozialsystem beschrieben, dessen zentrales Kommunikationsmedium die Skizze und die Zeichnung darstellen. Über die Frage nach den spezifischen Wirkungen und Funktionen der Größen und Formate Veroneses gelangt der Leser zur Rolle der Farbe und ihrer spezifischen Materialität in den Bildern, dem dann verschiedene Kapitel über die Logik der Figurendarstellung, der Handlungsperspektive, der Zeitperspektive, der Erzählperspektive und der Betrachterperspektive folgen.
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