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Martin von Troppau (Martinus Polonus), O.P. (gest. 1278) in England. Überlieferungs- und wirkungsgeschichtliche Studien zu dessen Papst- und Kaiserchronik.
Antragsteller
Wolfgang-Valentin Ikas
Fachliche Zuordnung
Mittelalterliche Geschichte
Förderung
Förderung von 2002 bis 2003
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5391017
Die Chronik ist mit fast 500 überlieferten Textzeugen das wohl am meisten kopierte spätmittelalterliche Geschichtswerk überhaupt; die Gründe und das Wesen dieses Erfolgs zu untersuchen stellt bislang ein Desiderat der Forschung dar. Der Verfasser hat dies in seiner Dissertation - in exemplarischer Beschränkung auf den englischen Überlieferungsstrang - erstmals genauer erforscht, die Arbeit erweitert somit den bisherigen Erkenntnisstand entscheidend. Welche Orden hatten ein Interesse an der Verbreitung der Chronik, welchen textlichen Veränderungen (Exzerpte, Interpolationen, Fortsetzungen) wurde sie unterworfen, welche englischen Geschichtsschreiber haben sie benutzt und was interessierte sie hieran? Hierbei zeigt sich, daß der Rückgriff auf Martin von Troppau durch eine Vielzahl englischer Geschichtsschreiber - insgesamt ein repräsentativer Querschnitt - vom späten 13. bis zum ausgehenden 15. Jh. geschah und daß sehr viel, was man in dieser Zeit in England über das Reich wußte oder zu wissen glaubte, durch Martin von Troppau vermittelt worden war.
DFG-Verfahren
Publikationsbeihilfen
