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Gemeinde durch Paulus. Die Bedeutung der Apostolatsmetaphorik in den Briefen des Paulus

Antragstellerin Dr. Christine Gerber
Fachliche Zuordnung Evangelische Theologie
Förderung Förderung von 2002 bis 2005
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5393888
 
Die Briefe des Apostels Paulus an die von ihm gegründeten Gemeinden zeichnen sich unter den neutestamentlichen Schriften darin aus, dass sie die Bedeutung der Gemeinschaft vor Ort und der Beziehung zum Apostel für das neue Christenleben und die Ausbildung der Theologie besonders reflektieren. Paulus pflegt die gegenseitige Beziehung und beansprucht bleibende Autorität. In der Forschung ist die briefliche Gestaltung der Relation von Gemeinde und Apostel bislang zugunsten allgemeiner Darstellungen des Apostolats vernachlässigt worden. Das vorliegende Projekt fokussiert daher das Selbstverständnis des Paulus im Gegenüber zu den Gemeinden von Thessalonich, Korinth, Philippi und Galatien, und zwar als Frage nach den brieflichen Inszenierungen der Beziehung in Metaphern. Denn auffallend häufig argumentiert Paulus in Metaphern, um die offensichtlich nicht in vorhandenen sozialen Mustern zu begreifende Relation zu gestalten. Er nutzt so das Vermögen dieser Redeform, Neues begreifbar zu machen und zugleich emotionale Assoziationen und rationale Begründungen zu kommunizieren. Die Untersuchung entwirft zunächst die bislang unterbestimmte Methodik zur Exegese argumentativer Metaphern. Eine allgemeine Beschreibung des Apostolatsverständnisses legt dann den Grund zur Exegese der betreffenden metaphorischen Texte, mit denen Paulus seine Rolle gegenüber seinen Gemeinden als bleibend bedeutsam und exklusiv definiert. So wird sie einerseits zur Metaphernexegese, andererseits zu des Paulus Verständnis seiner Mission für die Gemeinden Neues beitragen.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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