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Versteigerung. Zur Kulturgeschichte der Dinge aus zweiter Hand im 19. Jahrhundert
Antragstellerin
Dr. Hildegard Mannheims
Mitantragsteller
Dr. Peter Oberem
Fachliche Zuordnung
Ethnologie und Europäische Ethnologie
Förderung
Förderung von 2002 bis 2003
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5396847
Auf dem geschichtlichen Hintergrund der Rheinprovinz und des "Rheinischen Rechts" im 19. Jahrhundert wurde der Entwicklung und Funktion der Versteigerung als Instrument zur Umverteilung und preislichen Bewertung von Eigentum nachgegangen. Die Prozedur und zeitgenössische Urteile wurden dargestellt sowie die Organisation, die Käuferschaft und ihre Herkunft für die Untersuchungsgebiete Stadt Bonn und Friedensgerichtsbezirk Lindlar ermittelt und vergleichend gegenübergestellt. Während des Projektes hat sich die Mobilienversteigerung als komplexes und multifunktionales System in dem größeren und komplexeren Zusammenhang des Gebrauchtmarktes offenbart. Die kollektive und die individuelle Wertzuweisung an Sachen sowie der An- und Verkauf sind bislang von der volkskundlichen Realienforschung vernachlässigt. Über die Versteigerungsforschung gewinnen wir erstmals Einblick in den Prozess der Diffusion und Distribution gebrauchten von Sachgütern in sozial-, wirtschafts- und mentalitätshistorischer Hinsicht. Erschienen im Juli 2003:Hildegard Mannheims/Peter Oberem: Versteigerung. Zur Kulturgeschichte der Dinge aus zweiter Hand. Ein Forschungsbericht. Waxmann: Münster/New York/München/Berlin 2003 (= Beiträge zur Volkkultur in Nordwestdeutschland 103). ISBN 3-8309-1280-3. ISSN: 0724-4096.
DFG-Verfahren
Publikationsbeihilfen
