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Die surrealistische Imagination. Bild - Begriff - Kontext

Fachliche Zuordnung Kunstgeschichte
Förderung Förderung von 2002 bis 2012
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5398194
 
Das Projekt sucht die surrealistische Imagination methodisch aus verschiedenen Blickwinkeln zu erfassen, um Konvergenz und Differenz zwischen der Programmatik der Bewegung und der ikonischen Bildwelt systematisch und historisch zu bestimmen. Dabei ist die Frage leitend, weshalb und inwiefern das surrealistische Projekt einer grenzüberschreitenden Poetik und revolutionären Veränderung der Gesellschaft an seinen eigenen Voraussetzungen gescheitert und in die Schranken der Kunst selbst zurückverwiesen worden ist. Gerade weil der Surrealismus damals nicht die einzige Bewegung war, die sich dem Umsturz verschrieb und die Kunst ins Leben überführen wollte (Dadaisten, Futuristen, Konstruktivisten ect.), ist dabei der kontroverse und disziplinär differenzierte Diskurs der Moderne in die Fragestellung einzubeziehen, zumal die Surrealisten wie keine andere Avantgardebewegungen in diesen Diskurs verstrickt waren. Da sie im Unterschied zu anderen Formationen der klassischen Moderne im Rekurs auf das Unbewußte eine anthropologisch fundierte Erweiterung der Kunst avisierten und in diesem Rahmen die Imagination als normative Instanz nicht nur der Kunst, sondern auch des Lebens definierten, spielt hier neben der Psychoanalyse auch die historische Kulturanthropologie eine heuristisch relevante Rolle.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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