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Untersuchung zum Erkenntnispotential ethnographischer Sammlungen am Beispiel Alaskas

Antragstellerin Dr. Eike de Vries
Fachliche Zuordnung Ethnologie und Europäische Ethnologie
Förderung Förderung von 2003 bis 2008
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5401426
 
Ethnographische Objekte als hergestellte und benutzte wie als gesammelte und archivierte Gegenstände sind Dokumente, die die kulturellen, historischen und individuellen Zusammenhänge ihrer Produzenten und Sammler bezeugen. In die schriftliche Form übertragen findet sich das Wissen über sie in Ethnographien, Sammlungsgeschichten und Katalogen, welche die Biographien der Objekte darstellen. Am Beispiel von drei ausgewählten Sammlungen aus Alaska werden die Auswirkungen der wirtschaftlichen und verwaltungsstrukturellen Veränderungen auf die materielle Kultur der indigenen Völker untersucht. Nachdem Alaska 1867 von den Russen an die USA verkauft worden war, erfuhr das Gebiet nach einer Phase der militärischen Kontrolle starke Einwanderung und eine die indigenen Kulturen umwälzende wirtschaftliche Erschließung. Parallel zu diesen Entwicklungen verlief die Sammlungstätigkeit europäischer und amerikanischer Museen, die, von der Furcht vor dem endgültigen Verschwinden der indigenen Kulturen geleitet, besonders die Nordwestküste Alaskas regelrecht leer sammelten. Die drei ausgewählten Sammlungen repräsentieren die Phasen in der Öffnung Alaskas für die wissenschaftlichen Sammler, Händler und Einwanderer.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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