Detailseite
Der Anlage-Umwelt-Diskurs in der bundesdeutschen Erziehungswissenschaft seit 1950
Antragsteller
Professor Dr. Klaus-Jürgen Tillmann
Fachliche Zuordnung
Allgemeine und Historische Erziehungswissenschaft
Förderung
Förderung von 2003 bis 2007
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5405874
Das Forschungsprojekt befasst sich mit der Diskussion um Anlage und Umwelt in der bundesdeutschen Erziehungswissenschaft seit 1950. Analysiert werden sollen die spezifischen historischen Verlaufsmuster der Diskussion seit den 50er Jahren und die Rezeptionsmuster auf erziehungswissenschaftlicher Seite. Als erziehungswissenschaftlich relevante Gegenstandsbereiche sollen vor diesem Hintergrund "Intelligenz und Begabung", "Geschlechterdifferenz" sowie "Aggression" in die Untersuchung einbezogen werden. Da im interdisziplinären Diskurs über Anlage und Umwelt immer wieder stark auf biologische und psychologische Erkenntnisse (etwa der Verhaltensgenetik bzw. Zwillingsforschung) rekurriert wurde, soll zudem analysiert werden, in welcher Weise ein Einbezug dieses Wissens im Rahmen des erziehungswissenschaftlichen Diskurses erfolgt ist. Insgesamt zielt die Studie darauf ab, den disziplinären Umgang mit einer für die Erziehungswissenschaft höchst relevanten interdisziplinären Problematik zu analysieren. Sie leistet damit einen Beitrag zur kritischen Selbstreflexion der Disziplin und gibt Auskunft über die innerwissenschaftliche Bearbeitung eines theoretisch umstrittenen und zugleich bildungspolitisch höchst bedeutsamen Themas. Als Untersuchungsmaterial sollen Aufsätze dienen, die in den letzten 50 Jahren in erziehungswissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlich wurden, sowie die am häufigsten in diesen Aufsätzen zitierten Monographien. Sie sollen mit Verfahren der qualitativen und quantitativen Inhaltsanalyse bearbeitet, diskursanalytisch ausgewertet und interpretiert werden.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
