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Unsichtbare Fotos: Die Intermedialität erzählter Fotografien im Spannungsfeld von Erinnern und Vergessen
Antragstellerin
Professorin Dr. Silke Horstkotte
Fachliche Zuordnung
Germanistische Literatur- und Kulturwissenschaften (Neuere deutsche Literatur)
Förderung
Förderung in 2003
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5408232
Mein Forschungsinteresse gilt dem Verhältnis von narrativen (Text-)Medien zu den neuen Bildmedien. Welchen Effekt hat der "pictorial turn" (Mitchell: 1994) auf das Erzählen und auf die Art und Weise, wie Texte Erinnerung und Geschichte vermitteln? Die Historiographie des 20. Jahrhunderts erlebt eine zunehmende Konkurrenzstellung der traditionell verbal angelegten Geschichtsschreibung zu bildlichen Quellen (Fotografie und Film). Die Beziehung der verbalen zu den Bildmedien läßt sich jedoch nicht nur als ein Konkurrenz- oder Ergänzungsverhältnis beschreiben, sondern auch als eines der Heterogenität und Ambivalenz. Das soll an literarischen Texten gezeigt werden, die von historischen Gewalt- und Traumaerfahrungen handeln und in denen erfundene Fotografien eine wichtige Rolle spielen. Solche intermedialen Texte belegen nicht nur die visuellen Qualitäten narrativer Texte, sondern auch die narrativen Eigenschaften visueller Medien. Neben der Analyse der textinternen Foto-TextInteraktionen wird der zweite Schwerpunkt des Projekts daher in einer theoretischen Auseinandersetzung mit Positionen der BildText-Intermedialität bestehen und zu einem neuen, transdisziplinären Verständnis der Beziehung von Verbalität und Visualität hinführen.
DFG-Verfahren
Forschungsstipendien
Internationaler Bezug
Niederlande
