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Vorneuzeitliche und nachmetaphysische Spielarten negativer "Rede von Gott"

Fachliche Zuordnung Germanistische Literatur- und Kulturwissenschaften (Neuere deutsche Literatur)
Förderung Förderung von 2003 bis 2006
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5409373
 
Der gängige Gegensatz von "positiver" und "negativer" Theologie erweist sich als unbrauchbar, sobald man die Texte vermeintlicher Kandidaten für diese Etikettierungen untersucht: Bei Thomas von Aquin, Pseudo-Dionysius Areopagita und Moses Maimonides lässt sich exemplarisch anhand einer Untersuchung der Argumentationsstrukturen, textuellen Verfahren und Genreimplikationen zeigen, wie "positive" und "negative" Aspekte simultan vorkommen und einander zum Teil unterlaufen. Es soll der für jede "Rede von Gott" kennzeichnenden Spannung Rechnung getragen werden, nämlich einer-seits auf die Existenz Gottes keinen Zweifel kommen zu lassen, aber andererseits Gott nicht als Ge-genstand der Erkenntnis aufzufassen und durch Bestimmungen zu verendlichen.Zeitgenössische Ansätze lassen dies wieder aufleben, wenn sie vor dem Hintergrund der Heidegger-schen Identifizierung von Metaphysik und Onto-theologie Versuche einer nachmetaphysischen "Rede von Gott" starten. Mit Rekurs auf Jacques Derrida, Emmanuel Levinas, Jean-Luc Marion und Gianni Vattimo soll die spezifische Leistung der jeweiligen sprachlichen Modi als Austragungsebene dieser Problematik untersucht werden. Zudem gilt es zu prüfen, ob diese Autoren für eine Bearbeitung der anhand der vorneuzeitlichen Texte gewonnenen Konstellation, in deren Tradition sie sich z.T. explizit verorten, etwas zu bieten haben.
DFG-Verfahren Forschungsstipendien
Internationaler Bezug USA
 
 

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