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Die Inkretinhormone GLP-1 und GIP als pathophysiologische Faktoren und therapeutische Ansätze bei Diabetes mellitus 2

Antragstellerin Dr. Jocelyn de Heer
Fachliche Zuordnung Endokrinologie, Diabetologie, Metabolismus
Förderung Förderung von 2003 bis 2005
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5412052
 
Im Zentrum der Pathogenese des Diabetes mellitus Typ 2 stehen zwei sich wechselseitig verstärkende Störungen: 1. eine zunehmende Insulinresistenz und 2. eine insuffiziente Insulinsekretion der pankreatischen ß-Zelle. Nach Nahrungsaufnahme werden Darmhormone freigesetzt, die die Glucosetoleranz wesentlich beeinflussen. die orale Aufnahme von Glucose ruft eine deutlich höhere Insulinausschüttung hervor als die intravenöse Verabreichung einer äquimolaren Menge. Dieser als Inkretineffekt bezeichnete Mechanismus wird beim Menschen im wesentlichen durch zwei Darmhormone vermittelt, die sog. Inkretine GLP-1 und GIP. Bei Diabetes mellitus Typ 2 sind sowohl Sekretion als auch Wirkung der Inkretine beeinträchtigt. Im Mittelpunkt dieses Forschungsvorhabens soll daher anhand klinischer und exp. Studien unter Einsatz neuer Techniken und Analyseverfahren die Beantwortung folgender Fragen stehen: 1) Wie und wann spielen Defekte der enteroinsulinären Achse in der Pathogenese des Diabetes mellitus Typ 2 eine Rolle. 2) Trägt der gestörte Inkretineffekt auch zur Entstehung von Adipositas bei und 3) ergeben sich möglicherweise aus diesen Erkenntnissen klinisch relevante Ansätze für die Therapie, aber auch Prävention von Diabetes mellitus Typ 2 und Adipositas.
DFG-Verfahren Forschungsstipendien
Internationaler Bezug Dänemark
 
 

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